24.10
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Das hier ist ein vollständig KI generierter Artikel.
Eine neue Phishing-Kampagne zielt gezielt auf Werbekonto-Manager und Agenturen ab, indem sie gefälschte Websites für ChatGPT, Gemini, Claude, Perplexity und Metas neuen Muse-Agent einsetzt. Über täuschend echte Login-Fenster im Browser-in-the-Browser-Stil (BitB) stehlen die Angreifer Zugangsdaten und Multi-Faktor-Authentifizierungs-Codes (MFA), um Werbekonten zu kapern und für betrügerische Kampagnen zu missbrauchen.

So funktionieren die gefälschten KI-Plattformen
Die Angreifer nutzen den Hype rund um KI-Assistenten für Marketing und Werbung. Die gefälschten Seiten versprechen, Werbetreibenden bei der Zielgruppenansprache, der Erstellung von Briefings sowie der Planung und Auswertung von Kampagnen zu helfen. Um diese Funktionen zu nutzen, sollen sich Nutzer mit ihren bestehenden Konten – typischerweise Google- oder Meta-Accounts – verbinden.
Der entscheidende Schritt ist ein vermeintlicher „Verbinden“-Button, der ein Login-Fenster öffnet. Dieses sieht aus wie ein reguläres Google-OAuth-Popup, inklusive Adresszeile mit „accounts.google.com“, vertrauter Oberfläche und korrektem Branding. Tatsächlich handelt es sich aber nur um ein in die Seite eingebettetes Element (iframe), das ausschliesslich dazu dient, Zugangsdaten und MFA-Informationen abzugreifen.
Browser-in-the-Browser: Täuschend echt, aber technisch simpel
Browser-in-the-Browser-Angriffe wurden 2022 von einem Sicherheitsforscher unter dem Pseudonym „mr. dox“ beschrieben. Die Idee: Ein gefälschtes Browserfenster wird innerhalb des echten Browsers nachgebaut. Für Nutzer wirkt es wie ein legitimes Popup, das zur Anmeldung bei einem bekannten Dienst auffordert.
In der aktuellen Kampagne nutzen die Angreifer ein flexibles Phishing-Kit, das die Oberfläche an verschiedene Betriebssysteme (Windows, macOS, iOS, Android) und Browser anpasst, inklusive Dark-Mode-Unterstützung. Damit steigt die Glaubwürdigkeit der gefälschten Login-Fenster deutlich.
Sobald ein Opfer in diesen BitB-Flow einsteigt, übernimmt ein menschlicher Operator. Dieser steuert in Echtzeit, welche Eingaben abgefragt werden und wie der weitere Ablauf aussieht. So können die Angreifer:
- Passwörter mehrfach abfragen (z.B. bei vermeintlich „falscher Eingabe“),
- SMS-Codes oder App-basierte MFA-Codes anfordern,
- Push-Bestätigungen (z.B. Okta) anzeigen,
- Google-Approval-Prompts oder QR-Codes einblenden,
- Codes ablehnen und Opfer auf „Warteseiten“ halten, um weitere Versuche zu erzwingen.
Die Angreifer können den Phishing-Flow jederzeit abbrechen oder abschliessen, je nachdem, ob sie bereits genügend Informationen gesammelt haben, um das Zielkonto zu übernehmen.
Ziel: Agenturen, Media Buyer und Administratoren
Im Fokus stehen insbesondere Agenturen, Media Buyer und Administratoren, deren Konten Zugriff auf mehrere Kunden und hohe Werbebudgets haben. Solche Zugänge sind für Cyberkriminelle besonders attraktiv, weil sie:
- bestehende Guthaben für eigene, betrügerische Kampagnen ausgeben können,
- kompromittierte Konten im Untergrund weiterverkaufen,
- Reichweite und Reputation der Opfer für Malware- oder Phishing-Kampagnen missbrauchen.
Die Forscher eines Browser-Sicherheitsunternehmens berichten, dass der zugehörige Telegram-Kanal bereits Hunderte von Opfereinsendungen verzeichnet. Diese Zahl spiegelt nicht zwingend die Anzahl erfolgreich kompromittierter Konten wider, zeigt aber die Breite der laufenden Kampagne.
Teil einer grösseren Phishing-Infrastruktur
Die Analyse der zugrunde liegenden Infrastruktur zeigt, dass es sich nicht um eine isolierte Aktion handelt. Die gleichen Betreiber nutzen mehrere Köder, darunter gefälschte Rekrutierungsangebote und angebliche Rückerstattungsseiten. Technisch teilen sich die Seiten eine gemeinsame Basis:
- Frontend-Stack auf Basis von Next.js,
- Echtzeit-Kommunikation via Socket.IO,
- häufig Hosting-Kombinationen wie Vercel (Frontend) mit Railway oder Render (Backend),
- gemeinsame API-Endpunkte und wiederverwendete Komponenten.
Über falsch konfigurierte, öffentlich zugängliche GitHub-Repositories konnten Forscher ältere Quellcodes einsehen und die Aktivitäten bis mindestens März zurückverfolgen. Zudem wurden Dutzende von URLs identifiziert, die sich thematisch um Werbung, Rückerstattungen und Rekrutierung drehen.
Technische Tarnung: Nachbau statt Reverse-Proxy
Im Unterschied zu transparenten Reverse-Proxy-Kits, die den legitimen Datenverkehr „dazwischenschalten“, rekonstruiert die hier beobachtete Plattform die Anmeldeoberflächen lokal. Die Oberfläche von Google, Meta, TikTok oder Okta wird optisch nachgebaut, während die eingegebenen Daten direkt an die Infrastruktur der Angreifer gesendet werden.
Die Kommunikation zwischen Frontend und Backend erfolgt über Socket.IO-Events. Darüber steuern die Operatoren den Ablauf und erhalten in Echtzeit:
- Benutzername und Passwort,
- MFA-Status und eingegebene Codes,
- Informationen zu Bestätigungs-Prompts oder QR-Scans.
Nach aussen wirkt der Datenverkehr wie eine normale Interaktion zwischen einer KI-Anwendung und einem Backend-Dienst. Das erschwert die Erkennung durch klassische Sicherheitslösungen, die vor allem auf bekannte Muster oder verdächtige Zieladressen achten.
So erkennen Sie Browser-in-the-Browser-Angriffe
Obwohl BitB-Fenster täuschend echt wirken, gibt es einige einfache Prüfungen, mit denen sich viele dieser Angriffe enttarnen lassen:
- Fensterbewegung: Ein echtes Browser-Popup lässt sich unabhängig vom Hauptfenster verschieben. Ein BitB-Fenster ist nur ein Element innerhalb der Seite und kann nicht über den Rand des Browserfensters hinaus bewegt werden.
- Grössenänderung: Echte Popups können frei in der Grösse verändert werden. Ein gefälschtes BitB-Fenster ist in seiner Grösse durch das Layout der Webseite begrenzt.
- Taskleiste / Dock: Echte Fenster erscheinen in Taskleiste oder Dock als eigener Eintrag. Ein BitB-Fenster nicht.
- Adressleiste prüfen: Bei OAuth-Anmeldungen lohnt sich ein genauer Blick auf die Hauptadresszeile des Browsers, nicht nur auf die scheinbare Adresszeile im Popup.
Für Unternehmen empfiehlt sich zudem, Mitarbeitende – insbesondere im Marketing und in Agenturen – gezielt über diese Angriffstechnik zu schulen und interne Richtlinien zu definieren, wie und wo Logins für Werbeplattformen erfolgen dürfen.
Fazit
Die aktuelle Kampagne zeigt, wie geschickt Cyberkriminelle den Hype um KI-Produkte ausnutzen, um an wertvolle Werbekonten und MFA-Codes zu gelangen. Browser-in-the-Browser-Angriffe kombinieren überzeugende Optik mit menschlich gesteuerten Phishing-Flows und sind dadurch schwerer zu erkennen als klassische Phishing-Mails.
Wer mit Werbekonten arbeitet oder Zugänge zu mehreren Kunden verwaltet, sollte besonders wachsam sein: KI-Features nur über bekannte, direkt aufgerufene Domains nutzen, Login-Popups genau prüfen und verdächtige Anfragen zur Eingabe von MFA-Codes grundsätzlich hinterfragen. Technische Schutzmassnahmen und Sensibilisierung der Mitarbeitenden bleiben entscheidend, um solche Angriffe frühzeitig zu stoppen.



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