16.05
In Computer Science ,Fischerman's Writing ,Internet ,KI-Generierter Inhalt ,KI/AI | Tags: Der Fischerman und die KI
Wer Codex auf dem Mac kennt, weiss vielleicht, dass es dort eine kleine versteckte Funktion gibt: eigene Pets. Kleine animierte Figuren, die still durch die Arbeitsumgebung laufen, warten, winken. Kein grosses Feature, eine kleine Funktion – einfach ein kleiner Begleiter für lange Coding-Sessions, mit einer Chat Bubble oben die einem den Status der Codex Sessions mitteilen.
Ich habe Codex gefragt, ob er aus meinem Fischerman.CH-Avatar ein solches Pet bauen kann. Er meinte: ja. Und dann hat er es einfach gemacht – selbständig, ohne dass ich eine einzige Zeile Code angefasst habe. Sprite, Animationen, pet.json, alles. Herausgekommen ist Mini-Fischerman: eine kleine cyber-steampunkige Figur mit grüner Matrix-Brille, dunklem Mantel und grünem Leuchten, die seitdem meine Codex-Sessions begleitet.
Was danach kam, war eigentlich nur die logische Fortsetzung: Wenn der Kleine schon durch meine Arbeitsumgebung läuft – warum nicht auch durch meine Website?

Vom Avatar zur kleinen Figur
Ausgangspunkt war mein Avatar auf Fischerman.CH. Cyber-steampunkig, grüne Matrix-Brillen, dunkler Mantel, silberne Haare, kurzer Bart, grünes Leuchten. Irgendwo zwischen Nachtarbeiter, Tüftler und dem Architekten aus der Matrix.
Das Problem: Ein Avatar ist kein Pet. Er ist zu detailliert, zu sehr auf Wirkung aus Distanz ausgelegt. Ein Pet muss winzig funktionieren – die Silhouette muss auf kleinstem Raum lesbar bleiben, Bewegungen müssen auch auf wenigen Pixeln verständlich wirken. Codex hat das von sich aus verstanden und den Avatar entsprechend vereinfacht: kompakter, niedlicher, klarer. Die DNA ist dieselbe – grüne Brille, Mantel, das Leuchten – aber die Figur steht eigenständig. Weniger Portrait, mehr kleiner Charakter mit eigenem Auftritt.
Die Animationen machen ihn lebendig
Ein Sprite allein ist noch kein Pet. Was Mini-Fischerman wirklich lebendig macht, sind die verschiedenen Zustände, die Codex eingebaut hat. Er kann stehen, nach links oder rechts laufen, winken, hüpfen, warten, konzentriert arbeiten, kritisch prüfen – und manchmal sieht er einfach aus, als wäre gerade etwas schiefgelaufen. «Failed» nennt sich das im Code. Jeder, der schon mal einen Build gegen die Wand gefahren hat, weiss, wovon die Rede ist.
Genau diese kleinen Momente machen den Unterschied. Mini-Fischerman reagiert nicht auf Eingaben, er hat fast keine Funktion. Aber er wirkt, als hätte er Haltungen. Das reicht.
Mini-Fischerman in Codex installieren (Mac)

Das Schöne an der Codex-Pet-Funktion auf dem Mac ist, wie unkompliziert das Ganze funktioniert. Es braucht nur zwei Dateien:
pet.json– beschreibt die Animationen und Zuständespritesheet.webp– der eigentliche Sprite
Beide kommen in einen Ordner:
~/.codex/pets/mini-fischerman/
Codex neu starten, Pet auswählen – fertig. Mini-Fischerman läuft durch die Arbeitsumgebung. Kein Setup, keine Konfiguration, kein Overhead.
Für mich ist das genau die Art von Detail, die eine Arbeitsumgebung von einer austauschbaren Toolsammlung unterscheidet. Funktional unnötig. Menschlich macht es einen Unterschied.
Von Codex auf die Website
Nachdem Mini-Fischerman eine Weile meine Coding-Sessions begleitet hatte, kam die nächste Idee: Der Sprite existiert bereits – warum nicht auch ein WordPress-Plugin daraus bauen?
Also habe ich Codex gefragt. Wieder dasselbe Bild: Ich habe beschrieben, was ich will, Codex hat gebaut. Aus dem fertigen Sprite wurde ein vollständiges Plugin. Mini-Fischerman erscheint seither zufällig am unteren Bildschirmrand von Fischerman.CH, läuft durch, bleibt ein paarmal stehen, spielt eine kleine Animation ab und verschwindet wieder. Ein Easter Egg für Besucherinnen und Besucher, die genau hinschauen.
Er respektiert dabei prefers-reduced-motion – wer im Browser oder Betriebssystem reduzierte Bewegung eingestellt hat, sieht ihn nicht. Das ist Absicht, nicht Vergesslichkeit.

Ein kleines Gratis-Goodie
Mini-Fischerman ist kostenlos – als Codex-Pet für den Mac und als WordPress-Plugin. Kein Tracking, kein Bloat, kein System dahinter.
Was mich an der ganzen Geschichte am meisten fasziniert: Ich habe ein Bild gehabt und eine Idee. Den Rest hat Codex gemacht. Aus einem Avatar wurde eine Figur, aus einer Figur wurde ein Pet, aus einem Pet wurde ein Plugin. Und irgendwo in diesem Prozess hat ein KI-Tool etwas gebaut, das tatsächlich Persönlichkeit hat.
Manchmal reicht ein winziger Typ mit grüner Brille, um eine Arbeitsumgebung – oder eine Website – ein bisschen eigener zu machen 😉


Und...wetsch das Cookie ha öder nöd ?
And...do you want the cookie or not ?
Comments are closed.